„Was ich schon immer einmal sagen wollte“

Veröffentlicht am 13.05.2011 in Ortsverein
Offene Runde am 19. Mai 2011 - Energiewende – Transition Towns

Die Systemkrise ist da – so lautet die Schlussfolgerung der von weiten Teilen der Wissenschaftsbereiche Ökologie, Ökonomie und Sozialwissenschaften konstatierten „multiplen Krisenlage“. Zur Energie- und Rohstoffkrise, etwa dem sich abzeichnenden „Peak Oil“ gesellt sich die Umweltkrise in Gestalt des Klimawandels, Nahrungsmittelkrisen sowie die immer schnellerer Folge eintretenden Wirtschaftskrisen. Aus all dem resultieren zudem immer deutlicher zutage tretende soziale Krisen. Alle diese Einzelkrisen sind dabei so miteinander verknüpft, das sie sich teilweise einander bedingen, teilweise gegenseitig verschärfen, jedenfalls nicht mehr als isolierte Einzelphänomene betrachtet werden können: Trotzdem ragen zwei Krisensympome heraus – der Klimawandel und die Energie- und Rohstoffkrise, damit auch Nahrungsmittelkrise.

Prognosen, was dies für die Zukunft unserer Gesellschaft heißt, reichen von, wenig glaubhaften naturwissenschaftlich-technischen Lösungen bis hin zu Weltuntergangsfantasien. Ein mögliches Lösungsszenario ist das Konzept der sog. „Transition Town“: Eine lokale Gemeinschaft versucht sich möglichst aus ihren lokalen Ressourcen nachhaltig zu erhalten. Diese Relokalisierung soll keine autarken Gebilde schaffen sondern kleinräumige Gemeinschaften, die in der Lage sind, den wohl anstehenden radikalen Wandel unserer Lebenswelten menschengerecht zu gestalten. Um ansatzweise zu verstehen was das heißt, wird dieses Konzept in seinen Umrissen vorgestellt. Dann wird zu fragen sein, ob wir bereit und Willens sind, solch tiefgreifend von unseren bisherigen Lebenswandel abweichende Konzepte umzusetzen. Bzw. stellt sich einmal mehr die Frage, haben wir das sich abzeichnende Ende unserer Art zu leben wirklich verstanden und sind bereit, die Schlussfolgerungen, eben den radikalen Umbau unserer Gesellschaften endlich in die Hand zu nehmen. Oder bleibt das bisher nur äußere Geste, nur Lippenbekenntnis auf unserem diesjährigen Billigflug in die „Domrep“?

 

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