Am Freitag hat die SPD-Bundestagsabgeordnete (MdB) Rita Schwarzelühr-Sutter aus Lauchringen Gundelfingen besucht, um „überzeugend und herzerfrischend", wie sich Bruno Zimmermann am Ende freute, über aktuelle Themen zu informieren. Im „Rößle" waren Lärmschutz, der ÖPNV und die Vorschulbetreuung die Themen, die auch Gundelfinger Bürger tangieren. Mit einer Halbzeitbilanz der Großen Koalition' und einer Vorschau auf ihre Arbeit klang der informative Abend aus. Für die Abgeordnete und die Gundelfinger SPD-Ortsvorsitzende Inge Dännart, war er ein guter Rahmen, Christel De für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft in der SPD zu danken und zu ehren. Die Urkunde, die Nadel und ein Präsent überreichten sie als Zeichen des Dankes und der Anerkennung. -
Nach der Begrüßung der Abgeordneten durch Inge Dännart leitete Fraktionssprecher Bruno Zimmermann die Informationen „aus berufenem Mund" und Diskussion zu Gundelfinger „Themen mit großer Unzufriedenheit" ein. Dazu zählte er die Beschleunigung beim Bau des 3. und 4. Gleises auf der Autobahnnahen Trasse, Verbesserungen der rechtlichen Grundlagen für den Lärmschutz und mehr Engagement für den ÖPNV. Bis 2030 werde sich das Verkehrsaufkommen verdoppeln, wies Schwarzelühr-Sutter auf die große Bedeutung der Schiene mit schon jetzt steigenden Lärmemissionen durch viele Güterzüge auch nachts hin. Prognosen aus einem vom Land in Auftrag gegebenes Gutachten würden in die Planfeststellung einbezogen. Die Strecke Offenburg Freiburg sei im Verfahren. 100 Millionen Euro gebe der Bund jährlich für Verbesserungen am rollenden Material aus. Punktuell mögliche Erhöhungen von Lärmschutzwänden auf 3 Meter seien im Gespräch. Im OPNV würden die Länder den Verkehr „bestellen", den sie mit Regionalisierungsmitteln des Bundes finanzieren. Die seien 2006 konstant geblieben und 2007 abgesenkt worden, was in Baden-Württemberg zur Reduzierung von einzelnen Verbindungen geführt habe. 2008 sollen die Mittel wieder gesteigert werden. Schon jetzt würden vom Land einzelne Verbesserungen realisiert.
Bruno Zimmermann kritisierte die Gefährdung der Breisgau-S-Bahn (BSB) durch überfüllte Züge nach den Kürzungen auf der Rheintalstrecke und Jochen Kremp forderte in Höhe der Schwarzwaldstraße/Hagelbach eine weitere Lärmschutzwand zwischen den Gleiskörpern für den Personen - und den Güterverkehr sowie durch deren unterschiedliches Niveau Schallschutz-wände bis 3 Meter Höhe, Bruno Zimmermann das Gleiche beim Gymnasium.
Gut angelegte 970.000 Euro, so Zimmermann, gebe Gundelfingen für die Kindergärten aus, von denen 300.000 vom Land getragen würden. Er kritisierte, dass für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren gesetzliche Regelungen zu Lasten der Kommunen nicht ausreichen. Da müssten Bund und Land auch finanziell in die Pflicht genommen werden. Das sei in einer Bund-/Länderkommission auf einem guten Weg betonte die Abgeordnete. Ziel müsse für gleiche Chancen für alle sogar die für Eltern kostenfreie Betreuung sein, nahm die Abgeordnete die Anregungen aus Gundelfingen mit nach Berlin.
Rolf Meyer, GN