Offene Runde am 19. November - Zukunft der Arbeit
Die soziale Architektur der Industriegesellschaft war erfolgreich, weil der Mensch seine individuelle Biographie um die Erwerbsgesellschaft herum organisieren konnte. Als Jugendlicher bereitete er sich auf die Erwerbsjahre vor, als Rentner konnte er nach vielen Arbeitsjahren auf sein Lebenswerk zurückblicken. Über seine monetäre Absicherung hinaus erhielt er zudem soziale Anerkennung. Seit Mitte der 80er Jahre wiesen jedoch erste Wissenschaftler auf einen Wandel der Arbeitsgesellschaft hin.
Dieser Wandel hat deutliche Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden. Zum einen wird gefordert, dass sie kontinuierlich an ihrer Beschäftigungsfähigkeit arbeiten, so dass sie bis zum Einritt in das Rentenleben die erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen für das Berufsleben aufweisen. Zum anderen wird das Ende der Normalarbeitsverhältnisse und sogar der Erwerbsgesellschaft deklariert. Zusätzlich gibt es die Forderung, den Begriff der Arbeit zu erweitern. So sollen Familien- und Hausarbeit, wie auch ehrenamtliche Tätigkeiten als Arbeit verstanden werden. Wie also kann die Zukunft der Arbeit aussehen?